„Innolytics® wird in zehn Jahren einen Wert von mehreren hundert Millionen Euro haben.“ – Interview mit den Innolytics® Vorständen Steffen Kügler und Dr. Jens-Uwe Meyer

 

Was ist die Grundidee hinter Innolytics®? Wie weit ist die Entwicklung? Und was hat das Unternehmen in den nächsten Jahren vor? Fünf Fragen an Dr. Jens-Uwe Meyer und Steffen Kügler, die beiden Gründer und Vorstände der Innolytics® AG.

 

1. Was ist die Grundidee hinter Innolytics®?

Dr. Jens-Uwe Meyer: „Die Zertifizierung von Unternehmen wird in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen: Angefangen bei ISO 9001 für Qualitätsmanagement über Umweltmanagementsysteme bis hin zu den Anforderungen des Lieferkettengesetzes. Es geht immer um das gleiche: Überprüfen, ob Anforderungen erfüllt werden, Maßnahmen erarbeiten und diese umsetzen. Das wird durch ein Zertifikat bestätigt. Wir möchten solche Zertifizierungen drastisch vereinfachen, indem wir den gesamten Prozess komplett digitalisieren.“

 

2. Was heißt das konkret? Wie vereinfacht Ihr Normen wie ISO 9001 oder das Lieferkettengesetz?

Steffen Kügler: „Wir sehen die Aufgaben von digitalen Technologien darin, das Leben von Menschen und die Arbeit in Organisationen nicht nur zu vereinfachen, sondern wirklich neu zu denken. Entsprechend haben wir eine Software, die den gesamten Zertifizierungsprozess abbildet: Zunächst beantworten Nutzer*innen Fragen, dann stellt die Software automatisch die richtigen Maßnahmen zusammen. Und die Software kontrolliert, ob diese wirklich umgesetzt werden.“

 

3. Warum braucht Euch die Welt?

Dr. Jens-Uwe Meyer: „Weil der milliardenschwere Zertifizierungsmarkt die Digitalisierung bisher komplett verschlafen hat. Da stößt heute eine Generation junger Unternehmen auf Zertifizierungsgesellschaften, deren maximales digitales Angebot ein Webinar ist. Es ist ein bisschen wie in dem Buch von Clayton M. Christensen ‚The Innovator‘s Dilemma‘: Der Markt braucht dringend Veränderung zu Gunsten der Kunden, aber die etablierten Unternehmen haben wenig Interesse daran, den Status quo zu ändern.“

 

4. Ihr startet mit ISO 9001. Kann die Technologie ohne weiteres auf andere Normen und Managementsysteme angewendet werden?

Steffen Kügler: „Dafür ist sie vorgesehen. Wir haben bei der Entwicklung von vornherein auf die sogenannte ‚Metaebene‘ gesetzt. Das heißt: Unsere Software kann jedes beliebige Managementsystem und jede beliebige Norm abbilden, managen und zertifizieren.“

Dr. Jens-Uwe Meyer: „Eine der wichtigsten Aufgaben ist dabei, komplexe Normen in Form von Algorithmen umzusetzen. Diesen Aufwand darf man nicht unterschätzen: Bei ISO 9001, der Norm, mit der wir starten, hat dies mehr als ein halbes Jahr in Anspruch genommen.“

 

5. Ein kurzer Blick in die Zukunft: Wo steht Innolytics® 2030?

Steffen Kügler: „Wir werden mindestens zwanzig verschiedene Unternehmenszertifizierungen international anbieten. Unser Markt ist ja nicht nur Deutschland: Unsere Software und unsere Inhalte werden in zwanzig Sprachen verfügbar sein. Neun haben wir bereits heute.“

Dr. Jens-Uwe Meyer: „Wir werden den Markt für Zertifizierungen wirklich disruptiv verändert haben. Innolytics® wird in zehn Jahren einen Wert von mehreren Hundert Millionen Euro haben. Davon bin ich fest überzeugt. Denn wir haben international einen gigantischen Markt, der von Jahr zu Jahr größer wird. Und in dieser Nische wollen wir die klare Nummer 1 sein.“


Jens-Uwe Meyer

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